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Gegen Mietwucher in Grone

Ratsantrag zum 17.11.2017.

 

Der Rat missbilligt die Praktiken der Adler Real Estate AG - ehemals Westgrund - ausdrücklich, für die von der Stadt mit Belegungsrecht angemieteten und mit städtischen Geldern sanierten Wohnungen deutlich überhöhte Mietpreise zu verlangen.

 

Er fordert die Stadtverwaltung auf, zukünftig keinerlei Verträge mit Wohnungsunternehmen für die Belegung von Wohnraum durch die Stadt mehr abzuschließen, die es erlauben, die maximale Obergrenze der KdU auszunützen, ohne die Begrenzung einer Mietobergrenze auf Quadratmeterbasis festzulegen.

 

Begründung:

Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, zahlt die Stadt Göttingen für von ihr mit Belegungsrecht gesicherte und mit städtischen Mitteln sanierte Wohnungen an den Eigentümer, die Adler Real Estate, deutlich überteuerte Mieten. So kostet z.B. eine 75 qm große Wohnung 10,38 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter.

Damit wird die Notwendigkeit der Stadt für die Unterbringung von Menschen, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind, schamlos ausgenutzt. Gleichzeitig führt diese Mietpreispraxis dazu, dass die Adler Real Estate mit Hinweis auf Vergleichsmieten im Quartier auch Altmietern eine deutliche Mieterhöhung angekündigt, bzw. schon durchgeführt hat. Damit tragen die von der Stadt gezahlten vergleichsweise hohen Mieten ganz allgemein zu erkennbaren Mieterhöhungen im Bestand der Adler Real Estate bei. Das kann und darf nicht Politik der Stadt sein, bzw., zumindest indirekt von ihr gestützt werden. Das Verhalten der Adler konterkariert alle Bemühungen der Ratsfraktion bezahlbaren Wohnraum in Göttingen zu schaffen und insgesamt den Wohnungsmarkt zu beruhigen.