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Göttinger Linke Ratsfraktion spricht sich gegen Bio-Wärme-Zentrum in der Stadt aus

Ein völlig unerprobtes Kraftwerk soll in direkter Bahnhofsnähe, also sehr nahe am Zentrum der Stadt entstehen, so wollen es die Stadtwerke und SPD/GRÜNE. In unverantwortlicher Weise spielen sie mit den Begriffen – Bio und Wärme – das kann doch nur schön und kuschelig sein, da kann doch niemand dagegen sein.

Wir haben aber in einer Veranstaltung am 1. November des Jahres auch von den Risiken gehört, die solch eine unerprobte Anlage mit sich mitbringen kann. Noch einmal zum Verständnis: eine solche Anlage wie sie hier in Bahnhofsnähe geplant ist, gibt es noch gar keine auf der Welt. Es gibt von der hier planenden Firma eine Mini-Versuchsanlage in Schweden, deren Daten wir trotz Nachfragen alle nicht kennen. Wir sollen uns also einzig auf die Aussagen einer Firma verlassen, die an diesem Geschäft verdient. Und die auch schon frühzeitig darauf hinweist, dass sie nicht haftbar gemacht werden kann, falls sich die Anlage nicht so verhält wie sie es „verkaufen“. Die einzig kritische Stimme bei dieser Veranstaltung Anfang November war Professor Rolf Bertram, ein Wissenschaftler mit ausgewiesener Expertise. Seine Ausführungen über Feinstäube die bei dieser Art Verbrennung entstehen und die nicht weggefiltert werden können, konnte keiner der damals Anwesenden entkräften.

Die Göttinger Linke Ratsfraktion geht davon aus, dass die Diskussion keinesfalls beendet ist und nun schon abschließend zum Beschluss vorliegt. Vielmehr erwarten wir von allen Verantwortungsträgern einen nachvollziehbaren Prozess, der die Bedenken ernst nimmt und sachlich aus dem Weg räumt, oder zumindest die Bevölkerung nicht den Risiken einer Versuchsanlage aussetzt.

 

Dazu das Göttinger Tageblatt am 4.12.2017